Ronins RON-Token war kürzlich auf Binance gelistet, erlitt jedoch einen deutlichen Kursrückgang. Dieser Rückgang warf in der Community Fragen auf. Angesichts des Verdachts auf Insiderhandel äußerte sich Yi He, Mitbegründerin der Börse, auf X. Sie setzte eine Belohnung von bis zu 5 Millionen Dollar für jeden aus, der „korrupte Mitarbeiter“ identifizieren könne.
Ein plötzlicher Rückgang von Ronins RON nach seiner Notierung bei Binance
Am Montag führte Binance den Ronin-Token RON auf seiner Plattform ein, doch sein Preis fiel stark. Innerhalb einer Minute fiel er von 3,6 auf 2,8 Dollar, bevor er sich bei 2,54 Dollar stabilisierte. Dieser unerwartete Rückgang ist angesichts der bisher soliden Performance des RON umso bemerkenswerter. Seit Jahresbeginn ist ein Anstieg von 87 % zu verzeichnen. Der Vorfall löste Reaktionen aus der Community aus, und Yi He äußerte seine Meinung in einem langen Thread auf X:
Sie erklärt zunächst, dass einige aufmerksame Nutzer die bevorstehende Notierung des Tokens auf der Plattform vorhersehen konnten, indem sie Signale in der On-Chain-Aktivität der Börse beobachteten. Dies könnte die jüngste Performance des Vermögenswerts erklären.
Es wurden neue Maßnahmen ergriffen, um solche Lecks in Zukunft zu verhindern. Zukünftige Angebote könnten im Falle einer vorzeitigen Offenlegung storniert werden. Darüber hinaus gibt Yi He an, dass jeder Mitarbeiter, der bei der Weitergabe solcher vertraulichen Informationen erwischt wird, zunächst verwarnt und im Wiederholungsfall entlassen wird.
Insiderhandel innerhalb der Plattform?
Vor zwei Wochen deutete der Direktor von Coinbase an, dass Insiderhandel bei Binance ein Problem sei. Er verwies auf einen Trend, bei dem bestimmte Adressen Token kurz vor ihrer Einführung auf der Plattform kaufen und diese anschließend unmittelbar weiterverkaufen:
Die jüngsten Ereignisse rund um Ronins RON könnten also gewisse Ähnlichkeiten aufweisen. Binance scheint entschlossen zu handeln.
Yi He hat eine Belohnung zwischen 10.000 und 5 Millionen US-Dollar für jeden ausgesetzt, der „korrupte Binance-Teammitglieder“ identifizieren kann. Darüber hinaus warnte sie, dass härtere Sanktionen in Betracht gezogen würden, darunter die Aufnahme auf eine „dauerhafte Binance-Schwarze Liste“ aller Projekte oder Investmentfonds, die solche Personen später rekrutiert haben.
Sollten sich derartige Praktiken als erwiesen erweisen, wäre dies nicht das erste Mal in diesem Ökosystem. Ehemalige Mitarbeiter von Coinbase und OpenSea mussten sich bereits wegen Insiderhandels vor Gericht verantworten.